Hast du schon mal von jemandem gehört „DU BIST EGOISTISCH?“ oder hast du das schon mal jemandem gesagt?

Von vielen Lehrer höre ich das Ego auflösen, verbrennen und vernichten. Ehrlich gesagt, eher nein, sorry.

immer wieder erlebe ich es… Menschen nutzen diesen Begriff dazu um zu manipulieren und ihre Dominanz auszuleben. In dem sie anderen sagen „du bist egoistisch“ versuchen sie, sie klein zu machen.

In der Praxis schreiten wir dann ein und fragen mal ganz offen und liebevoll, was denn überhaupt egoistisch bedeutet?

In der Regel kommen dann so aussagen wie,
– derjenige denkt nur an sich
– er oder sie sieht mich nicht
– er oder sie macht was sie will und und und.

 

 

Ich kann den Schmerz, nicht gesehen zu werden total verstehen. Doch manchmal führt dieser dazu, dass man möchte, dass der andere einen sieht.

Man kämpft darum und dreht sich im Kreis. Dabei geht es darum sich selbst zu sehen, sich selbst zu lieben und zu umarmen, voller Liebe und Mitgefühl.

Spannenderweise ist in der Wissenschaft das Ego einfach das ICH und in der Psychologie das SELBST.
Völlig wertfrei und ohne Bewertung. Eigentlich ist es ein Kompliment, wenn jemand sagt. Du bist ein Ego. Ja ich bin ein Ich und ich bin so mutig und so voller Liebe, dass ich es zeige. Dass ich lebe und sage was mir wichtig ist, dass ich dazu stehe und das ganz ohne zu kämpfen.

Ich bin einfach ich.

Ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass mein Vater in meiner Pubertät zu mir sagte „Du bist egoistisch“ Für mich war das damals wie ein Schlag. Ich dachte ich werde nicht geliebt und so wie ich bin, bin ich nicht richtig. Für mich war das tatsächlich damals wie ein Schlag mit einem ganz harten Gegenstand und machte mich sehr klein. Ich habe persönlich lange gebraucht um zu erkennen, dass mein Vater damals einfach nur an seine Grenzen kam und hilflos war.

Das Ego selbst ist also erstmal völlig ok… ganz neutral …einfach DU oder besser ich 😉

Was ist dann das, was Menschen wirklich meinen, was sie stört. Wenn es nicht darum geht, dass es ihre eigenen Klaviertasten sind, geht es sehr um das Thema Achtsamkeit. Stell die eine liegende Acht vor. Sie fließt und kreist in sich, sie bewegt sich und es gibt immer ein Geben und Nehmen, Keine Seite zieht und keine Seite drückt. Keine Seite nimmt auf Dauer denn ganzen Raum ein und keine Seite macht sich auf Dauer dünn.

 

Egoistisch ist, wenn das passiert, egal welche Möglichkeit, sich auf Dauer zu dick oder zu dünnmachen. Das Geben und Nehmen zu unterbrechen und nicht fließen zu lassen.

Egoistisch ist, wenn du der Nabel der Welt bist und die anderen nicht fühlst. Also wenn dir die anderen völlig egal sind. Du kein Mitgefühl verspürst.  Das heißt nicht, das du tun sollst, was die anderen von dir möchten, never ever. Das heißt ein nein in Liebe und mit dem sehen des anderen.

Sätze wie „Geben ist seliger denn nehmen“ haben oft Spuren hinterlassen. Dabei ist dieser Satz nicht so gemeint, dass Nehmen bewertet schlecht ist oder schlechter als Geben.

Gemeint ist, dass bei der „Tat“ des Gebens automatisch das Wohlgefühl verstärkt wird. Viele Untersuchungen sprechen davon, dass die Hormone der Vorfreude und Liebe im Moment fast ein Selbstgeschenk sind.

Gleichzeitig gibt es heute viele Menschen die Komplimente oder Danke für etwas kaum mehr nehmen können.

Egoistisch ist dementsprechend eher das völlig überzogene. Das ständige drücken und ziehen in der Acht oder das klein machen und damit seine Gaben nicht zur Verfügung stellen.

Geben ist selig und Nehmen ist selig… der Fluss des Lebens, die Liebe in Bewegung und die Freude im Tanzen. Stell dir vor du tanzt unausgeglichen als Paar, das fühlt sich immer seltsam an 😉

Mit egoistisch sind auch die Gedanken gemeint, die eine Rolle spielen, nicht das Ego an sich. Das ICH ist das Gefäß, die Gedanken kreisen darin. Schöne Gedanken freuen sich zu geben und zu nehmen in Liebe. Verurteilende, bewertende Gedanken vergiften das Gefäß und sprühen dann Giftpfeile in Worten.

Da bekommt das Wort Gedankenhygiene seinen Sinn.

 

6 Tipps zur Gedankenhygiene für dich:

1. Beobachte deine Gedanken mal einen ganzen Tag ganz bewusst
2. schreibe sie auf und teile ein, welche Gedanken es sind, sind sie nährend, verurteilend, ängstlich oder voller Freude?
3. schau dir die Gedanken wertfrei an und fühle im Körper, welche dir guttun und welche nicht
4. suche dir ganz bewusst neue nährende Gedanken, z.B. ich bin eine tolle Frau oder ich schaffe das oder ich bin selbst-bewusst oder ich liebe mich
5. löse dich von den Gedanken die dir nicht guttun und ersetze sie mit Gedanken die für dich nährend sind, du kannst dir vorstellen, wie du wertfrei diese Gedanken an eine Wolke hängst und aus einem Topf die nährenden Gedanken ziehst und ersetzt
6. schreibe ein Tagebuch am Abend mit deinen Erfahrungen, wie fühlst du dich mit mehr nährenden Gedanken in deinem Gefäß, in deinem Ego?

Flute gerne auch immer wieder dein Gefäß, das Ego mit Liebe, einfach so, häng einen Schlauch dran oder wenn du morgens unter der Dusche stehst, oder wenn die Sonne scheint, stell dir vor du flutest dein Ego einfach mit Liebe.

So und nun Grüße ich von ganzem Herzen und voller Liebe dein EGO, schön, dass du bist!
von Herzen Sandra

www.liebesrevolution.com

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